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    • [HOW TO]

    Akkulaufzeit verlängern

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    Hallo liebe congstar Community!
    Immer wieder kommen hier im Forum, aber auch den anderen Support-Kanälen Anfragen herein, warum euer Akku so schnell leer geht. Daher möchten wir euch gerne in diesem Thread eine Vielzahl an Tipps und Tricks sowie ein paar Hintergrundinformationen zum Thema Akkulaufzeit an die Hand geben.

    Technischer Hintergrund:
    Ein Akku(mulator) besteht aus einer Vielzahl an chemischen Stoffen, die bestimmte Aufgaben für die Funktion des Stromspeichers erfüllen sollen. Am wichtigsten für die Funktion des Akkus sind hierbei die sogenannten Ionen, welche elektrisch aufgeladen und somit zu einer chemischen Stoffänderung gezwungen werden. Hierbei werden Elektronen aufgenommen, die für die Spannung sorgen. Kommt es zu einem Stromverbrauch im, an den Akku angeschlossenen, Gerät, so geben die Ionen diese Elektronen wieder ab und auch die Spannung des Akkumulators nimmt ab. Ist keine Spannung mehr vorhanden, können auch keine Elektronen mehr bewegt werden und das Handy bekommt keinen Strom mehr. Der Vorgang, dass Ionen Elektronen aufnehmen und wieder abgegeben, ist theoretisch unendlich wiederholbar.


    CC BY-SA 2.0 de File:Li-Ion-Zelle (CoO2-Carbon, Schema).svg Erstellt: 29. März 2008

    Hardwarepflege:
    Nicht unendlich ist hingegen die Oxidation der Elektroden des Akkus, also die Reaktion des + und - Endes mit Sauerstoff, welche den Stromfluss erschwert. Diese Reaktion wird durch hohe Temperaturen beschleunigt, weshalb es sich beispielsweise nicht empfiehlt, sein Handy länger in der Sonne liegen zu lassen oder den ganzen Tag in der Hosentasche mit sich herum zu tragen. Genau aus diesem Grund bewahrheitet sich auch der Rat, einen Akku zur längeren Lagerung mit etwa 50% Aufladung (luft- & wasserdicht verpackt) in den Kühlschrank zu legen. Friert das Gerät jedoch niemals ein, denn auch tiefe Temperaturen beeinflussen die Lebensdauer des Gerätes negativ und können beispielsweise zu einer Selbstentladung des Akkus führen.

    Allgemein wird für eine lange Lebensdauer empfohlen den Ladestand zwischen 20 und 80 Prozent zu halten. Dies reduziert langfristig den Kapazitätsverlust eures Akkus. Wie die Lebensdauer, hängt auch die Ladezeit von einigen Faktoren ab, bei höheren Ladeleistungen vor allem von der Temperatur. Kurze Ladezeiten wirken sich belastend auf das Elektrodenmaterial aus, sodass die Lebensdauer und Zyklenzahl verkürzt wird. Es wird nicht empfohlen das Handy über Nacht zu laden, da eine permanente Stromzufuhr bei einem zu 100% aufgeladenem Akku für eine Überlastung sorgen kann. Dieser Punkt ist stark von der verwendeten Hardware abhängig.

    Akkuverbrauch optimieren:
    In den letzten Jahren hat sich in diesem Bereich viel getan. Musste der Nutzer früher noch manuell viele Einstellungen vornehmen um das optimale Ergebnis zu erzielen, übernimmt dies heute in vielen Fällen das Betriebssystem selbst. Wenn ihr eine aktuelle Version eines Handy-OS installiert habt, könnt ihr davon ausgehen, dass sich das System darum zuverlässig kümmert. (Bei Android ist dies ab "Nougat 7.1.2", bei Apple ab "iOS 10.3.3" der Fall). Ihr solltet immer die aktuell verfügbare Betriebsystemversion installiert haben um das beste Ergebnis zu bekommen.

    Unter den Akku-Einstellungen findet ihr in Eurem Handy eine solche, oder ähnliche Ansicht. Hier exemplarisch für Huawei-, Samsung- und Apple-Geräte:

    Übersicht bei Huawei
    Übersicht bei Apple

    Übersicht bei Samsung








    Hier bieten die verschiedenen Hersteller einige Modi zur Optimierung der Akkulaufzeit. Oft kann man wählen zwischen keinem Sparmodus, einem normalen Sparmodus und einem extra effektivem Sparmodus indem viele Optionen und Funktionen eingeschränkt oder automatisch bei Nichtgebrauch abgeschaltet werden:

    Modi Huawei
    Modi Apple

    Modi Samsung





    Der höchste Sparmodus kann so bei wenig Restakkulaufzeit erhebliche Laufzeitverbesserung ergeben, wobei viele Funktionen und Animationen vom System abgeschaltet werden. Folgend am Beispiel eines Huawei-Gerätes dargestellt. Hierbei ist es vom Gerätehersteller abhängig wieviele Einstellungen ihr selber aktivieren oder deaktivieren könnt:

    Optionsbeispiel Huawei 1
    Optionsbeispiel Huawei 2





    Das Einstellen von Hand ist somit nicht mehr nötig. Man kann bei vielen Geräten jedoch selber entscheiden, wo gespart werden soll. So bieten die verschiedenen Hersteller auch weitere Einstellungs- und Optimierungsmöglichkeiten, um zum Beispiel "Stromfresser-Apps" anzuzeigen und bei diesen seperate Einstellungen vorzunehmen.

    Weitere Einstellungen und stromintensive Anwendungen:
    Always-On-Modi, animierte Hintergrundbilder, Widgets und Push-Funktionen benötigen oft viel zusätzlichen Storm. Hier ist es an Euch zu prüfen, was ihr unbedingt benötigt und auf was ihr verzichten könnt. Die Regel: Je weniger dieser Funktionen aktiviert sind, umso weniger Strom wird verbraucht.

    Grundsätzlich optimiert das Betriebssystem viele der folgenden Einstellungen automatisch, es lohnt sich aber nachzusehen, was man wo braucht und was nicht:
    - Spiele benötigen so viel Energie wie kaum andere Apps
    - Displayhelligkeit automatisieren oder verringern
    - WLAN automatisieren oder deaktivieren
    - GPS deaktivieren
    - Vibrationen deaktivieren
    - Push-Benachrichtigungen deaktivieren

    Ladekabel mit Bedacht wählen:
    Es gibt eine unüberschaubare Anzahl an Ladekabeln auf dem Markt. Bei besonders günstigen Schnäppchen ist jedoch Vorsicht geboten: Schlechte Verarbeitung, fehlerhafte Spannung und diverse andere Mängel können das Handy beschädigen und im schlimmsten Fall zu Verletzungen führen. Es muss aber nicht immer unbedingt ein Originalkabel sein. Es gibt auch gute günstige Alternativen. Das CE-Zeichen gibt hierbei zumindest an, dass das Kabel entsprechend geprüft wurde. Eine Beratung im Fachhandel kann aber auf keinen Fall schaden.

    Updates und Uplaods nur via WLAN:
    Es lohnt sich, Uploads in die Cloud, zum Beispiel eure geschossenen Fotos, nicht automatisch hochladen zu lassen, sondern erst, wenn das Gerät im WLAN angemeldet ist oder am Ladekabel angeschlossen wird. Auch Systemupdates können so eingestellt werden, dass sie nur über WLAN oder nur bei Stromzufuhr geladen/installiert werden.

    Abschließend sei gesagt, dass es sich bei einem Akku um einen Verschleißgegenstand handelt. Je nach Nutzungsintensivität hat dieser nach etwa 2 bis 3 Jahren ausgedient und es empfiehlt sich der Austausch gegen einen neuen.

    Mit diesen Tipps und zusätzlich noch einem Ersatz-Akku oder auch einer mobilen Ladebank ("Powerbank") seid ihr bis dahin aber hoffentlich auf der sicheren Seite!

    Wir wünschen euch weiter viel Spaß beim Telefonieren und Surfen mit congstar - hoffentlich jetzt ein bisschen länger mit einer Akkuladung!